Das Jahr geht zu Ende – sind wir auf den Anfang des neuen vorbereitet?

Ich erinnere mich gut an Situationen, in denen es für mich hieß, einen Anfang zu machen. In der Lehre damals, der erste Tag; später dann, wenn ich meinen ersten Tag bei anderen Arbeitsstellen hatte, Anfänge sind schwer. Der Beginn des Studiums. Die erste Pfarrstelle. Was sollte ich damals sagen, erste Worte sind oft schwer. Sie wiegen viel, sie werden gewogen, entsprechen sie den Erwartungen oder sagen die Leute später: „Na, das fängt ja gut an! Wat is dat dann vör een?”

Wer will sich schon gleich am Anfang weit aus dem Fenster hängen. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste! Oder denken Sie an den ersten Flirt, an erste Rendezvous, worüber reden, was erzählen, was lieber verschweigen? Anfänge sind schwer!
Aber: ein guter Anfang ist wichtig!

Auch bei Predigten übrigens. Immer wieder die Frage: Womit fang ich an? Denn man soll ja Lust bekommen, zuzuhören, und nicht nach dem ersten Satz die Ohren zuknöpft, wenn man hört: „Ich spreche heute, in meiner 7-teiligen Predigt, unter besonderer Berücksichtigung der Evangelien-Auslegung der Kirchenväter und der reformatorischen Interpretation durch Luther, über den Heiland der Welt im Allgemeinen und das Heil der Menschen im Speziellen“.

Nein, ein guter Anfang ist wichtig!
Und gute Anfänge sind für mich solche, in denen ich „ich“ bleiben kann! Ich möchte mich nicht verstellen, um einen guten Eindruck zu machen, ich möchte mit dem anfangen, was mich betrifft, was ich denke, was mir wichtig ist und was mir guttut.
Wie hat Jesus eigentlich angefangen?

Auch er wählt einen Anfang, der ihm guttut. Jesus ist zu Beginn seiner “Karriere” nicht auf einen Berg gestiegen, um eine mitreißende Regierungserklärung abzugeben. Er startet auch nicht mit der skandalösen Tempelaustreibung und attackiert auch nicht medienwirksam die Repräsentanten der Frömmigkeit, Pharisäer und Schriftgelehrte.
Jesus fängt ganz klein an, indem er eine große Entscheidung trifft. Er lässt sich taufen. Er geht zu Johannes. Hier will er den Anfang machen. Keine große Aktion also, kein Manifest, keine Posaunen aus Jericho dabei. Mit ihm fängt keine neue Zeitrechnung an, nein, Jesus ordnet sich unter und ein in die Tradition seines jüdischen Volkes und stellt sich auf die Stufe derer, die es nötig haben, umzukehren und sich Gottes vergebende Gnade schenken zu lassen.

Bevor er richtig auftaucht, taucht er unter und solidarisiert sich mit denen, die unten sind, mit allen Wassern gewaschen, ohne weiße Weste. Jesus beansprucht für sich keine Sonderrolle. Er will getauft werden, so wie viele Menschen getauft sind, die sich aufrichtig um ein gutes Verhältnis zu Gott bemühen. Er muss nicht getauft werden, aber er will! Es geht ihm darum, dass er mit anderen Menschen in einer Reihe steht. Sich selbst nicht so wichtig nehmen, das steht wohl dahinter.

Das ist ein guter Anfang, sich selbst nicht so wichtig nehmen, fröhlich werden, fähig sein, den Anfang in Gelassenheit zu hüllen.
Auf den Anfang kommt es an. Erst recht, wenn etwas zu Ende geht.
Pastor Claus Dreier

Informationspflicht nach § 20 Abs. 3 VOB/A über die Erteilung eines Auftrages nach erfolgter Beschränkter Ausschreibung

Informationspflicht nach § 20 Abs. 3 VOB/A über die Erteilung eines Auftrages nach
erfolgter Beschränkter Ausschreibung ab einem Auftragswert von über 25.000,00 €
ohne Umsatzsteuer bzw. nach Freihändiger Vergabe ab einem Auftragswert von über
15.000,00 € ohne Umsatzsteuer. Diese Informationen werden 6 Monate vorgehalten.

Auftraggeberin:
Ev.-luth. Kirchengemeinde Engerhafe
Kirchwyk 5
26624 Südbrookmerland/Engerhafe
Tel.: 04942 1547
E-Mail: info@kirche-engerhafe.de

Umbau/Sanierung Alte Pastorei, Zwischenbau und Neubau/Erweiterung
Gemeindehaus in Engerhafe

Ort der Ausführung:
Kirchwyk 5, 26624 Südbrookmerland/Engerhafe

Vergabeverfahren:
Beschränkte Ausschreibung (VOB)

Auftragsgegenstand / Name des beauftragten Unternehmens:

– Bauhauptarbeiten / Kallage-Fisser GmbH
– Dachdeckerarbeiten / Wiggers & Teubner Bedachung GmbH

Lebendiger Adventskalender 2021

Zum elften Mal führen wir in unserer Kirchengemeinde Engerhafe den „Lebendigen Advents Kalender“ durch. Unsere Partnergemeinden Wiegboldsbur und Forlitz Blaukirchen sind auch dabei. Wir kommen für ca. 20 Minuten bei einem Haus, der Kirche oder dem Gemeindehaus zusammen, öffnen ein Fenster und erleben etwas Adventliches.
Der Abend klingt bei einem heißen Punsch und Gebäck aus. Wir bitten, dafür einen Becher mitzubringen. Weil wir im Freien stehen, sollten wir uns warm anziehen. Ob Jung oder Alt, Familie oder Freunde: Alle sind herzlich eingeladen gemeinsam mit uns den Advent zu erleben und zu gestalten.
Auch wer kein Fenster schmückt, darf gerne an den Abenden teilnehmen.

Die Termine und ihre Treffpunkte
Samstag, 4.12.2021, 18:30 Uhr, bei Andrea Freimuth, Oldeborger Str. 16
Montag, 6.12.2021, 18:30 Uhr, bei der Blockhütte Engerhafe, Teenkreis
Montag, 13.12.2021, 18:30 Uhr, bei Familie Suntken, Forlitzer Straße 131b
Dienstag, 14.12.2021, 18:30 Uhr, bei Irene Ennen, Engerhafer Loog 67
Mittwoch, 15.12.2021, 19.00 Uhr, bei der Kirche Wiegboldsbur
Freitag, 17.12.2021, 18:00 Uhr, bei der Kirche Engerhafe, „besonders für Kinder“
Samstag, 18.12.2021, 18:30 Uhr, bei der Kirche Engerhafe, mit dem Gitarrenchor
Dienstag, 21.12.2021, 18:30 Uhr, bei Familie Albers, Forlitzer Str. 77

Der Blick zurück

Dieses Bild zeigt die Spur, die ein Schiff hinterlassen hat. Sie reicht bis zum Horizont und noch weiter. Aber irgendwo verliert sie sich und bald wird sie ganz verschwunden sein.

Die letzten Wochen in Engerhafe, Wiegboldsbur und Forlitz-Blaukirchen sind für uns angebrochen. Auch wir blicken mit Ihnen und Euch zurück. Für jede*n von uns wird diese Spur unterschiedliche Bilder bereithalten. Was waren das für Jahre? Wie kann man sie beschreiben, zusammenfassen?

Für uns waren es gute Jahre. Wir sind sehr dankbar für den Reichtum des Lebens, der uns hier begegnet ist. Für all die Menschen, die uns Teil an ihrem Leben gegeben haben. Beruflich oder privat möchten wir dabei gar nicht unterscheiden.

Wir haben hier gearbeitet und haben Freunde gefunden, Liebe und Zuwendung erfahren. Wir haben versucht, das, was die Menschen hier an Begleitung, Trost und Ermutigung gebraucht haben, ihnen auch zu geben.
Daran sind wir aber sicher auch immer wieder mal gescheitert.

Von Höhen und Tiefen könnten wir berichten, von Erfolg und Misserfolg, aber letztlich trägt eine Bilanz – wie immer sie auch ausfallen würde, keine Verheißung in sich. Besser ist, was war, Gott anzubefehlen: „Lachen oder Weinen wird gesegnet sein“.

Wir waren hier auch zu Hause und „unsere“ Gemeinden werden sicher auch zukünftig ein Stück Heimat für uns bleiben. Wir haben Kinder getauft, Paare getraut, Menschen beim Sterben oder Abschied nehmen begleitet. Wir haben und werden das nicht zählen. Zu sehr liefen wir Gefahr, über die Zahlen den einzelnen Menschen zu übersehen, und gerade dieser war doch immer der Wichtigste. Faszinierenden Lebensgeschichten sind wir begegnet, ebenso erschütternden Biographien; Namen, Gesichter und Geschichten der Menschen aus den Kirchengemeinden haben einen festen Platz in unserem Gedächtnis und in unseren Herzen. Gott hat uns hier mit vielem beschenkt.

In all dem war uns wichtig, zu sagen, dass Gott auf unsere Gemeinden sieht, dass er die Menschen hier in seiner Nähe behält, dass er ihnen schenkt, was sie zum Leben brauchen und ihnen das vergibt, was falsch läuft, indem er zur Wahrheit führt; dass er segnet, was dem Leben dient und öffnet, was Menschen gefangen nimmt. Jesus Christus blieb uns darin unser eigener Haltepunkt, unser eigenes Fundament. Manchmal, wenn uns die Worte fehlten, war es allein er, der über unser Verstehen hinaus, Licht in Dunkelheit bringen konnte.

Hier Teil seiner Gemeinde zu sein, hat uns erfüllt und bereichert. Wir sind dankbar für die vielfältige und engagierte Mitarbeit und nicht zuletzt für das einmalige Miteinander in den Gemeinden und für die Liebe, die uns entgegengebracht worden ist.
Der Blick zurück ist darum ein dankbarer Blick. Gott sei Dank und Ihnen und Euch sei Dank! Gott segne Euch.
Eure Anita und Claus

P. S. Am 2. Januar werden wir um 14.00 Uhr im Gottesdienst in Engerhafe verabschiedet – Claus in den Ruhestand und Anita wird sich in Zukunft ganz auf den Schuldienst konzentrieren. Wir würden uns sehr freuen, euch dann auch zu sehen!

Volkstrauertag 2021

Am 14.11.2021 fand in Engerhafe, ebenso wie in vielen Gemeinden, das Gedenken zum Volkstrauertag statt. Traditionell sind eine Abordnung der hiesigen Feuerwehr und der Posaunenchor an diesem Gedenken beteiligt, bei dem die offiziellen Worte zum Totengedenken des Bundespräsidenten vom Vorjahr verlesen werden und bei der abschließend Kränze an den Mahnmalen abgelegt werden. Die Worte des Totengedenken des Bundespräsidenten verlasen in diesem Jahr Claus Dreier und Hilke Osterwald.

Vor diesem Teil, der im Freien bei den Mahnmalen stattfindet, hielt Hilke Osterwald, die Vorsitzende des Gedenkstättenvereins,  in der Kirche eine Gedenkrede.

 

Bald ist es soweit

Liebe Menschen aus den Gemeinden Engerhafe, Wiegboldsbur und Forlitz-Blaukirchen,
bald werde ich als Ihre neue Pastorin starten können und ich freue mich schon sehr, Sie alle kennenzulernen. Ich bin am 16. Oktober von allen drei Kirchenvorständen gewählt worden und einen Tag später war bereits mein Aufstellungsgottesdienst in Engerhafe zum Thema „Alt werden ist nichts für Feiglinge“. Ich danke Ihnen für Ihr Kommen an dem für mich besonderen Tag und für Ihr Vertrauen bei der so eindeutigen Wahl.

Aber von vorne: Ich heiße Katharina Herresthal, bin 59 Jahre alt, bin verheiratet mit Albert und wir wohnen seit vielen Jahren in Aurich-Walle. Leider haben wir keine Kinder, aber dafür kann ich mich ja um viele Kinder in den Gemeinden kümmern. Am liebsten bin ich mit meinem Flitzer, meinem Rad unterwegs und nur in Ausnahmefällen benutze ich das Auto.

Das werde ich auch in den neuen Gemeinden so handhaben. Erstens bewege ich mich gerne an der frischen Luft, zweitens ist es viel ökologischer und drittens nehme ich die Umgebung und Menschen viel besser wahr. Ich habe viele Hobbies und Interessen: Mein Garten, Tennis, Wandern, Saxophon spielen, Kochen, meine Hühner, um nur Einiges aufzuzählen.

Meine Leidenschaft in der Gemeindearbeit ist die Gestaltung von Gottesdiensten, Besuche und Seelsorge, persönliche Ansprachen bei Kasualien und eigentlich alles, was mit der Freude und Stärkung durch das Evangelium zusammenhängt. Ich bringe eine Neugier auf die Menschen und Gemeinden mit, Flexibilität und Begeisterungsfähigkeit, zusammen mit anderen ein lebendiges, fröhliches Gemeindeleben zu entwickeln bzw. fortzuführen.

Ich könnte noch ganz viel schreiben, aber wir werden uns ja bald persönlich kennenlernen. Gerne werde ich dann in Zukunft für Sie ansprechbar sein. Wenn Sie also einen Besuch möchten, eine Frage haben oder einfach nur so, mich kennenlernen wollen, kontakten Sie mich gerne.

Ich freue mich auf Sie! Mein Dienstantritt ist der 1. Januar 2022.
Bis bald, Ihre Pastorin Katharina Herresthal

Jubilar Hinrich Goes schildert seine Eindrücke vom Festgottesdienst zur Jubelkonfirmation

“Ein schöner Tag ward uns beschert…..” Treffender als mit dem Text des von Lena Valaitis oft gesungenen Liedes kann man meines Erachtens den Festgottesdienst anlässlich der Jubiläen zu den Gnaden-, Eisernen- und Diamantenen Konfirmationen nicht beschreiben. In mehrfacher Hinsicht haben wir Jubilare und Jubilarinnen einen besonderen, erlebnisreichen Sonntagvormittag erleben dürfen.

 

 

Vor dem Betreten der Kirche wurden alle freundlich von Ingrid Focken empfangen. Corona bedingt wurden unsere Kontaktdaten erfasst. Im Eingangsbereich konnte man gleich eine fröhliche, entspannte Atmosphäre wahrnehmen. Nachdem Andrea Freimuth uns mit einigen netten Worten eine schöne, filigrane Anstecknadel in Form eines kleinen Blumensträußchens überreicht hatte, führte Heidi Diedrichs uns in der festlich geschmückten Kirche zu unseren Plätzen. Nach dem freundlichen Empfang haben wir mit vielen Gästen einen andächtigen, aber auch fröhlichen Gottesdienst gefeiert.
Als der Posaunenchor unter der Leitung von Anne Müller zu Beginn den bekannten Choral: “Lobe den Herren…” anstimmte, spürte ich die viel besagte Gänsehaut. Den anderen Teilnehmern wird es ähnlich ergangen sein. Pastor Claus Dreier ging in seiner Festpredigt unter anderem auf den Spruch: “Selig sind, die Heimweh haben, denn sie sollen nach Hause kommen” ein und verdeutlichte den Hintergrund dieser Worte. Er sagte, der Spruch würde sinngemäß auch für unsere Jubiläums- Konfirmationen zutreffen. Wir Jubilaren und Jubilarinnen seien ja auch nach vielen Jahren nach Hause, nämlich in die Kirche, in der wir damals eingesegnet wurden, zurückgekehrt. Ich meine, dass Pastor Dreier uns eine gute Orientierung für unseren weiteren Lebensweg vermitteln konnte.
Der Festgottesdienst wurde vom bereits erwähnten Posaunenchor und vom Gitarrenchor unter der Leitung von Heike Wiegmann mitgestaltet. Alle Besucher waren sehr angetan von den wunderbaren Musik- und Gesangsbeiträgen. Auch Organistin Elise Caspers hat zum guten Gelingen beigetragen.
Dass bei einigen Jubilaren und Jubilarinnen die Mobilität altersbedingt etwas eingeschränkt ist, stellte überhaupt kein Problem dar. Ohne Aufforderung sprangen spontan einige Mädchen, die dem Teenkreis angehören, ein und begleiteten die Frauen und Männer zur Einsegnung zum Altar. Diese freundliche, generationsübergreifende Unterstützung hat mich sehr beeindruckt.
Im Anschluss an den Gottesdienst formierten sich die einzelnen Gruppen für ein Erinnerungsfoto. Marie Diedrichs drückte auf den Auslöser. Danach gab es leckeren Tee und Kuchen. Pastor Dreier erzählte, dass der heutige Konfirmandenunterricht im Gegensatz zu früher lockerer und entspannter gestaltet wird, ohne die nötige Ersthaftigkeit zu vernachlässigen. Zum Schluss bekamen wir alle noch eine Urkunde zur Erinnerung an den schönen, denkwürdigen Sonntag. Mit vielen positiven Eindrücken traten alle glücklich und zufrieden den Heimweg an.
Stellvertretend für alle Jubilare und Jubilarinnen und Gäste möchte ich mich ganz herzlich bei Pastor Dreier, dem Kirchenvorstand, dem Posaunen- und dem Gitarrenchor sowie bei der Organistin Elise Caspers bedanken. Ein besonderer Dank gilt auch den fleißigen Frauen für die Bewirtung mit Tee und Kuchen. Alle haben für einen festlichen Rahmen unseres Jubiläums gesorgt. Danke!!!
Abschließend komme ich noch einmal auf das eingangs genannte Lied zurück. Der letzte Vers lautet: “Und was das Schicksal dir auch bringt, was immer kommen mag. Es bleibt dir die Erinnerung an einen schönen Tag.” Dem ist wohl nichts hinzuzufügen.

Teenkreis

Nach langer Pause können wir wieder mit dem Teenkreis in Engerhafe starten.

Montags, um 19.00 Uhr findet der Teenkreis für alle jungen Leute ab 12 Jahren statt.
Wir wollen zusammen mit euch Kirche außerhalb des Gottesdienstes kennenlernen,
Gemeinschaft erleben und zusammen Spaß haben.

Unterstützt werden wir dabei von Wimke Keil vom CVJM Landesverband Ostfriesland.
Ihr alle seid herzlich eingeladen und dürft selbstverständlich auch eure Freunde mitbringen.
Wir freuen uns auf euch!
Euer Teenkreis-Team

Gedenkveranstaltung 2021

Am 23. Oktober fand im Gulfhof Ihnen und in der Kirche Engerhafe eine Gedenkveranstaltung anlässlich des 77. Jahrestages der Errichtung des KZ-Außenlagers in Engerhafe statt.

Nach der Begrüßung durch Hilke Osterwald, die Vorsitzende des Vereins Gedenkstätte KZ Engerhafe, gab es einen Vortrag durch Dr. Jan van den Hoorn, den Vorsitzenden der Stichting Oktober 44, über die „Männer aus Putten“. Am 01. Oktober 1944 fand in der Nähe von Putten ein Überfall von einer niederländischer Widerstands-gruppe auf ein deutsches Wehrmachtsauto statt, bei der ein deutscher Offizier getötet wurde.

Als Vergeltung wurde das Dorf umstellt und 588 Männer nach Deutschland deportiert. 540 sterben in deutschen Lagern, 12 davon in Engerhafe. Nur 48 Männer überleben.

Herr van den Hoorn erzählt eindrucksvoll von der Razzia, der Deportierung und dem weiteren Verbleib und Schicksal der Männer. Ebenso berichtet er von den Versöhnungsbemühungen, die schon 20 Jahre nach dem Krieg anfingen.

In der Kirche wurde die Gedenkveranstaltung fortgesetzt. Nach einer Begrüßung durch Pastor iR Neemann verlasen Jugendliche aus Engerhafe und Wybelsum die Namen der Opfer.

Den Abschluss fand die Veranstaltung auf dem Gräberfeld vom Friedhof der Kirchengemeinde Engerhafe. Hier wurden Kerzen, Blumengestecke und ein Kranz abgelegt. Mit Gebet und Segen wurde die Veranstaltung beendet.

Wechsel im Pfarramt in den Kirchengemeinden Engerhafe, Wiegboldsbur und Forlitz-Blaukirchen

Die Pfarrstelle der Kirchengemeinden Engerhafe, Wiegboldsbur und Forlitz-Blaukirchen wird neu besetzt. Im September war die Pfarrstelle der drei mittlerweile pfarramtlich verbundenen Kirchengemeinden im Südbrookmerland ausgeschrieben worden. Eine Bewerbung ist in dieser Zeit eingegangen.

Es handelt sich um Pastorin Katharina Herresthal aus Walle (Aurich). Sie wird am kommenden Sonntag, den 17. Oktober 2021, um 10 Uhr ihre Aufstellungspredigt im Gottesdienst in der Engerhafer Kirche halten. Dazu laden die Kirchengemeinden ein.

Gegen die Wahl durch die Kirchenvorstände kann jedes Glied der Kirchengemeinden, das am Tage der Aufstellungspredigt das Recht zur Teilnahme an einer Wahl zum Kirchenvorstand besitzt, Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich bis zum Ablauf des sechsten Tages nach der Aufstellungspredigt bei einer der Kirchengemeinden einzulegen.

Nachdem Pastorin Anika Langer (seit Oktober 2013 Pastorin in Engerhafe) nach längerer Krankheit am 1. Februar 2020 eine neue Aufgabe im Kirchenkreis Wesermünde übernommen hatte, wurden die Kirchengemeinden weiterhin von Pastorin Anita Schürmann (seit dem 1. September 2017) und Pastor Claus Dreier (seit dem 1. Mai 2018) begleitet. Nun wechselt Pastor Dreier ab Jahresbeginn 2022 in den Ruhestand und Pastorin Schürmann wird ab diesem Zeitpunkt ganz im Kirchenkreis Emden-Leer wirken.