Worte zum Advent 2019

Ich erinnere mich an die Adventszeit, als ich noch ein kleines Kind war. Wir hatten damals auch immer einen Adventskalender. Hinter den Türen, die morgens geöffnet wurden, verbarg sich, auf Transparentpapier gemalt, ein Stern, ein Engelchen oder eine andere weihnachtliche Gestalt. Hinter jeder Tür war ein bezaubernder Glanz, eine fröhliche Überraschung, eine kleine Herrlichkeit. Und mit jedem Tag kam der große Tag, der 24. Dezember, einen Schritt näher, bis das Ziel, der Heiligabend erreicht war.
Unbekümmert war unsere Freude, ausgelassen das Warten. Und heute?

Unbekümmertheit und ausgelassene Freude sind oft nicht mehr zu spüren. Der bezaubernde Glanz ist zwar nicht ganz gewichen – so für Augenblicke tauche ich wieder hinein in diesen Glanz der Zeit – und genieße es, aber andere Erfahrungen verdrängen ihn immer wieder. Jeder und jede von uns weiß, was das heißt, „den Glanz verlieren“.

Wir kennen glanzlose Tage, die sich dahinschleppen. Jeder von uns weiß, was das ist, ohne Herrlichkeit zu leben – ohne jubelnden Mut und mitreißenden Hoffnungen. Jeder lernt das einmal in seinem Leben: dass nicht hinter jeder Tür eine fröhliche Überraschung wartet, ja, dass manche Wand gar keine Türen hat und vorhandene Türen sich schließen und verschlossen bleiben und dass da schließlich eine Tür ist, grau und dunkel, auf die wir zugehen, und wir sehen nicht, was dahinter ist.

Mit der Unbekümmertheit haben wir vielleicht auch den Zauber der Zeit verloren, der uns fest verschlungen in den Armen der Freude hielt. Das ist zwar schade, aber ich glaube auch, dass das nicht unwiederbringlich ist; doch braucht es unsere Zeit, das Zauberhafte wieder zu entdecken. Blind zu vertrauen ist nach uns auch nach und nach verloren gegangen.

Einst kannten wir den Weg und das Ziel. Kein Kind würde je das Kind in der Krippe verfehlen. Schlafwandlerisch findet das Kind in den Stall.

Aber wir irren oft genug wie blind umher; blind vor Geschäftigkeit, blind, weil wir nur uns selbst sehen, erblindet beim Versuch, die Liebe eines anderen Menschen zu gewinnen, blind vor Trauer und Angst. Und so übersehen wir den Stern, der den Weg weist.
Und finden wir den Stall nicht, ist unsere Enttäuschung besonders groß – wohl deshalb, weil etwas aus unserer Kindheit geblieben ist: nämlich eine Ahnung von Heil, von Ganzheit und Frieden, die ihren Ausgang und ihr Ziel im Stall der auf die Welt gekommenen Gottesliebe haben.

In den Gottesdiensten zum Weihnachtsfest – unterwegs zum Stall – sind Sie alle herzlich willkommen.

Claus Dreier

Krippe im Koffer – Maria und Josef auf Reisen

Am 1. Dezember wird ein Advents-Koffer mit den Puppen von Maria und Josef in irgendein Haus in der Kirchengemeinde Engerhafe zu einer Familie, einer Einzelperson oder einem Paar gebracht. Dort sollen Maria und Josef sich eine Nacht lang aufhalten. Die beiden suchen eine Herberge.

Die Gastgeber können sich überlegen, wie sie diesen Abend mit Maria
und Josef gestalten wollen. Vielleicht dürfen sie auf dem Esstisch sitzen. Vielleicht wird sogar irgendwo die Weihnachtsgeschichte gelesen oder gesungen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Die Gastgeber sollen in ein Tagebuch, das dem Koffer beiliegt, kurz ihre Gedanken oder Erlebnisse mit Maria und Josef schreiben. Sowohl Erwachsene als auch Kinder dürfen sich in dem Buch kreativ entfalten (malen, basteln, etc).

Am nächsten Tag sollen sie den Koffer weiter bringen in ein anderes Haus ihrer Wahl in der Gemeinde. Wir wünschen uns, dass diese Aktion ohne große Anmeldungen stattfindet, indem der Koffer an Freunde, Bekannte oder Nachbarn weitergereicht wird.

Derjenige, der den Koffer am 23. Dezember bekommen hat, soll ihn am 24. Dezember zum Gottesdienst an Heilig Abend in die Kirche mitbringen.
Interessierte Gastgeber für diesen Koffer können sich bei Heidi Diedrichs (04942- 6568757) oder Ingrid Focken (04942-1431) melden.

Ludimus Domino mit Konzert in Engerhafe

Das Blechbläserensemble Ludimus Domino ist am Samstag, 21. September 2019 in der Johannes der Täufer Kirche Engerhafe zu Gast. Premiere mit ihrem neuen Konzertprogramm hatten die Musiker traditionell am Ostermontag in Marienhafe. In diesem Jahr feiert das Ensemble sein 30-jähriges Bestehen. Zum Jubiläumsjahr wurde ein anspruchsvolles Programm ausgewählt. Neu im Ensemble ist Marie Diedrichs aus Engerhafe. Sie wird die Blechbläser an den Pauken begleiten. Im ersten Teil des neuen Programms kommen wie gewohnt die klassischen Kompositionen zu Gehör. In diesem Jahr sind es gleich zwei Werke von Edward Elgar. Sehr bekannt aus „Last night of the proms“ das „Pomp and Circumstance“. Danach das sehr ruhige “Nimrod” aus den Einigma-Variationen. Neben der „Romance“ von Wolfgang Amadeus Mozart kommt dann noch ein Werk des eher unbekannten Komponisten Nicolas Chédeville zu Gehör. Der erste Teil schließt mit dem klanggewaltigen Halleluja von Georg Friedrich Händel. Im zweiten Teil des Konzerts geht es dann mit zeitgenössischen Werke eher beschwingt zu. „Wir wollen aber jetzt nicht schon so viel verraten, sind aber der Meinung, dass wir ein sehr ausgewogenes Programm ausgewählt haben.“, so teilte Ensemblesprecher Johann Barkhoff mit. Das Konzert in Engerhafe beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, am Ausgang wird eine Kollekte erbeten. Weitere Informationen auch auf der Internetseite: www.ludimus-domino.de

Goldenes Ordinationsjubiläum in Engerhafe

Auf Christus hinweisen – Regionalbischof Klahr dankt Pastoren

öso. Engerhafe. „Wir haben alle den Auftrag, auf Christus hinzuweisen“, sagte Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr. Dies gelte für Pastoren und die Gemeinde gleichermaßen. Anlässlich des goldenen Ordinationsjubiläums einer Gruppe von Pastoren, die vor 50 Jahren ihre theologische Ausbildung im Predigerseminar auf der Erichsburg im Solling abgeschlossen hatte, fand ein Festgottesdienst mit dem Regionalbischof in der Evangelisch-lutherischen St. Johannis der Täufer Kirche in Engerhafe statt. Vor 50 Jahren traf sich diese Gruppe zum ersten Mal in Engerhafe. Pastor i.R. Christian Heinrich Meyer aus Wittmund trat damals seine erste Pfarrstelle in Engerhafe an und organisierte nun das Ordinationsjubiläum. 1976 ging Meyer nach Uplengen-Remels und 1983 nach Wittmund.

Die Pastoren wurden mit ihrer Ordination zur öffentlichen Wortverkündigung beauftragt, Taufe und Abendmahl einzusetzen und in Gottesdienst und Seelsorge für die Einheit der Gemeinde im Dienst für die Welt zu wirken, beschrieb Dr. Klahr die Ordination. Sie bleibe ein Leben lang gültig. Der Regionalbischof für den Sprengel Ostfriesland-Ems dankte für den treuen Dienst, segnete die fünf Jubilare und fragte sie erneut, ob sie immer noch bereit seien, Christus zu bezeugen. „Bleibe bei dem, was du gelernt hast. Das ist nichts anderes als Jesus Christus allein“, sagte Klahr in Anlehnung an ein Bibelwort aus dem Zweiten Timotheusbrief (2. Tim. 3,14).

Dr. Klahr freute sich sehr darüber, einen Tag vor dem Johannistag, dem 24. Juni, in der St. Johannis der Täufer Kirche in Engerhafe zu predigen. „Unsere Vorfahren haben groß gedacht“, sagte Klahr. Die heute noch große Kirche sei lediglich ein Teil der ursprünglichen Größe. Ihn habe beeindruckt, dass die Kirche so konzipiert sei, dass am Johannistag zur Mittagsstunde das Licht auf die Altarbibel fallen solle.
Sechs Monate vor Christi Geburt werde an die Geburt Johannes des Täufers gedacht. Von nun an würden die Tage kürzer. In der längsten Nacht dann, am 24.Dezember, werde die Geburt Christi gefeiert. Mit ihm komme das Licht in die Welt, so Klahr.

Johannes habe sich als Bote Christi verstanden. Sein Auftrag sei es gewesen, auf Christus hinzuweisen. Seine Demut, sich selbst zurückzunehmen, sei die Haltung, die befähige, sich in der Welt einzumischen. „Es ist die Haltung, die königlich unabhängig von den Menschen ist und kindlich abhängig von Gott“, so Klahr. Neid und Konkurrenz seien Johannes fremd gewesen. Ihm ging es allein um Christus.

Außer Pastor i.R. Christian Heinrich Meyer haben folgende Pastoren ihr Goldenes Ordinationsjubiläum in Engerhafe gefeiert: Jibbe-Edo Ahlrichs aus Mullberg (früher Pastor in Buxtehude und in Marx und Etzel), Heribert Duscha aus Bad Eilsen (früher Pastor in Papenburg, Hilter und Melle), Claus Garrelts aus Upleward (früher Pastor in Hameln, in Asel, auch Leiter der Jugendbildungsstätte Asel, danach Pastor in Westeraccum) und Gerhard Strüver aus Osnabrück (früher Pastor in Polle und Bremervörde). Hans-Joachim Bremer aus Zeeven (früher Pastor in Blomberg-Neuschoo) musste aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig absagen.

Foto: Hannegreth Grundmann; Zu ihrem Goldenen Ordinationsjubiläum würdigte Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr (3.v.r.) folgende Pastoren (von links) in der St. Johannis der Täufer Kirche Engerhafe: Jibbe-Edo Ahlrichs aus Mullberg (früher Pastor in Buxtehude und in Marx und Etzel), Heribert Duscha aus Bad Eilsen (früher Papenburg, Hilter und Melle), Claus Garrelts aus Upleward (früher Hameln, Asel und Westeraccum), Gerhard Strüver aus Osnabrück (früher Polle und Bremervörde) und Christian Heinrich Meyer aus Wittmund (früher Pastor in Engerhafe, Uplengen-Remels und Wittmund).

Zu dieser Gruppe von Pastoren gehörten auch Will Löwe (früher Pastor in Tannenhausen) und Paul-Wilhelm Straakholder (früher Pastor in Lühnde bei Algermissen, ab 1979 in Aurich-Kirchdorf und beauftragt mit der pastoralpsychologischen Beratung im Sprengel Ostfriesland). Beide starben in den Jahren 2006 und 2007.

Kirchenkreiskantor Maxim Polijakowski gestaltete an der Orgel und mit der Lamberti-Kantorei aus Aurich den Gottesdienst musikalisch. Die Kantorei trug zwei achtstimmige Motetten von Felix Mendelssohn-Bartholdy vor und gab damit diesem Gottesdienst eine besonders festliche Note.

Im Anschluss legten die Jubilare gemeinsam mit dem Regionalbischof weiße Rosen an den Gräbern der KZ-Opfer nieder und sprachen dort ein Friedensgebet.

 

Foto: Hannegreth Grundmann; Am Gedenktag ihres Goldenen Ordinationsjubiläums legten die Jubilare gemeinsam mit Regionalbischof Klahr weiße Rosen an den Gräbern der KZ-Opfer in Engerhafe nieder. Von links nach rechts: Jibbe Edo-Ahlrichs, Christian Heinrich Meyer, Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr, Heribert Duscha, Gerhard Strüver.

Vorstellungsgottesdienst 2019

Am Sonntag feierten die Konfirmanden, die am 12. Mai konfirmiert werden, ihren Vorstellungsgottesdienst in Engerhafe.

Das Gebot „Du sollst nicht lügen“ stand im Mittelpunkt des Gottesdienstes, den Inhalt haben die Jugendlichen auf der Freizeit in Leer ausgearbeitet. Neben modernen Liedern gab es auch ein Interview mit den Kirchenbesuchern. Auf einer Leinwand wurden zudem Interviews mit Passanten gezeigt, die in der Leeraner Innenstadt angesprochen wurden. Symbolisch wurden in der Kirche Lasten des Lebens in Säcken verpackt und in einen Mülleimer geworfen, so dass viele Luftballons „befreit“ wurden und in den Kirchenhimmel stiegen.

Ein tosender Applaus beendete den gelungenen eigenen Gottesdienst der Konfirmanden.

Kinderfrühlingstage 2019

Vom 29. bis zum 31. März fanden die Kinderfrühlingstage in Engerhafe statt. Begonnen wurde am Freitag mit der Ostergeschichte. Die Weg Stationen, die Jesus von Palm-sonntag bis Ostern durchlebt hat, wurden im Sandkasten gestaltet, er kann im Vorraum der Kirche bestaunt werden. Danach bemalten die Kindergottesdienstkinder dann Enteneier.

Am Samstagvormittag fuhren alle mit dem Zug von Marienhafe aus nach Norddeich an den Strand. Dort wurden Berge gebaut, gebuddelt, und im Watt Muscheln gesammelt. Beim Picknick wurden Osterlieder gesungen, die am Sonntag im Gottesdienst vorgetragen wurden.

Gemeinsame Kirchenvorstandssitzung in Norddeich

Zu einer gemeinsamen Kirchenvorstandssitzung trafen sich die Kirchenvorstände von Wiegboldsbur, Forlitz-Blaukirchen und Engerhafe.
Sie hatten sich Zeit genommen und waren für einen ganzen Tag im Haus Nazareth in Norddeich zusammen, um über die Herausforderungen zu beraten, wenn drei Gemeinden pfarramtlich miteinander verbunden sind.
Dabei zeichnete sich schnell ab dass alle drei Gemeinden ihre Besonderheiten und ihre Eigenarten besaßen, die auch nicht verloren gehen sollten. Der genaue Blick auf die jeweils anderen Gemeinden lohnte sich, um zu sehen, wo das Gute in der anderen Gemeinde, auch in der eigenen umsetzbar ist.

Es wurden aber auch Möglichkeiten gefunden in gemeinsamen Arbeitsfeldern zusammenzuarbeiten, um Arbeitskraft und andere Ressourcen zu schonen.

Gemeindefrühstück

Am 19. März war es wieder soweit. Das Gemeindefrühstück war für alle Personen bereit, die mit anderen Menschen Gemeinschaft und Gespräch suchen, ein Lied singen und eine kurze Andacht hören wollen.

Seit über 10 Jahren wird das Gemeindefrühstück von Arntje Claassen mit weiteren Helfern organisiert. Sollten auch sie Interesse haben melden sie sich bei Arntje Claassen, die Telefonnummer steht im Gemeindebrief.

Die Kaarkenmuuskes nun auch in Wiegboldsbur!

Die Krabbelgruppe der Kirchengemeinde Engerhafe mit dem Namen „Kaarkenmuuskes“ trifft sich ab jetzt jeden 2. und 4. Donnerstag im Monat, vormittags von 10.00 bis 11:30 Uhr im Gemeindehaus Wiegboldsbur.
Jeden 1. und 3. Donnerstag im Monat bleibt der Krabbelkreis in Engerhafe. Alle aus Wiegboldsbur sind eingeladen, in Engerhafe ebenfalls teilzunehmen und selbstverständlich auch umgekehrt.
Die Kinder haben im großen Gemeindesaal viel Platz zum Spielen, während Mütter und Tagesmütter, Väter oder Großeltern bei einer Tasse Tee klönen und sich austauschen können. Bei Geburtstagen und Kirchenfesten frühstücken wir gemeinsam oder feiern mit Kuchen und Keksen. Viel Spaß macht den Kindern das gemeinsame Singen. Zum Abschluss ist es immer das Lied: „Alle Leut, alle Leut gehen jetzt nach Haus! “ Herzliche Einladung an alle Großen mit Kleinen!

Kinderparty am Rosenmontag!

In der Kirchengemeinde Engerhafe feierten Blumenmädchen, Prinzessinnen, Ritter, Bienen, Marienkäfer und viele andere Kinder mit tollen Verkleidungen eine fröhliche Kinderparty im Gemeindehaus Engerhafe. Mit Stoptanz, Polonaise, bunten Kinderdrinks, und vielen Leckereien feierten die Kinder ihren Rosenmontag.