Gottesdienstfasten der Kirchengemeinden Engerhafe, Wiegboldsbur und Forlitz-Blaukirchen

Im Anschluss an die Bitte der Bundesregierung, Gottesdienste an den Osterfeiertagen nur noch in digitaler Form zu feiern, um so der Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus zu begegnen, haben die Kirchenvorstände der Ev.-luth. Kirchengemeinden Engerhafe, Wiegboldsbur und Forlitz-Blaukirchen beschlossen, dieser Bitte zu entsprechen und ab sofort bis Ostern zu keinen Präsenzgottesdiensten einzuladen. Andere Aktionen zu Ostern sind bereits geplant. Jeweils ein USB-Stick mit Karfreitags- und Ostergottesdienst wird an die verteilt, die sich dafür angemeldet haben oder jetzt gerne diesen Dienst in Anspruch nehmen möchten. Interessenten können sich in diesem Fall bei Kirchenvorsteherin Andrea Freimuth (04942 1617) melden.
Die Kirchenvorstände sehen ihre Entscheidung – unabhängig von der Frage nach den guten Hygienekonzepten der Kirchen – als einen Akt der Solidarität mit allen anderen Einrichtungen und Geschäften, die unter der Pandemie besonders leiden müssen. „Wir wollen die Zeit auch nutzen, um in Gedanken und Gebeten der Opfer der Pandemie und ihrer Angehörigen zu gedenken“, heißt es weiter in einer Presseerklärung. „Die ´Passionszeit`, die unsere Gesellschaft nun schon so lange bedrückt, braucht das solidarische Miteinander und besonders keine gewalttätige und feindschaftliche Auseinandersetzung um den richtigen Weg aus der Pandemie. Wir bitten die Menschen in unseren Kirchengemeinden um friedliche, solidarische und das bedeutet österliche Hoffnungszeichen im Umgang mit allen, die um den richtigen Weg aus der Pandemie ringen. Wir verstehen unseren freiwilligen Verzicht auf die für uns so wertvollen Gottesdienste auch als eine Art Fasten für eine notwendige Veränderung der zunehmend sich verschärfenden Auseinandersetzung.“
Claus Dreier, Pastor